Warum ich nicht mehr auf Facebook bin

Vor einer Weile schon, habe ich die Facebook App auf meinem Handy gelöscht. Sie war ein Zeitfresser und absolut sinnlos. Hat mich weder wirklich informiert, noch mich glücklicher gemacht. Hinzu kam, die Anzeigen wurden immer unheimlicher. Facebook macht einfach wahnsinnig viel mit Geomarketing und so kam es schonmal vor, dass ich als Anzeige sah, was meine beste Freundin, meine Nachbarin, meine Kollegen gerade beschäftigte.

Facebook nervt. Und zwar seit Jahren schon.

Seit unserer ARD-Dokumentation “Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft” 2012, seitdem beschäftige ich mich damit, wie das Netzwerk die Daten seiner Nutzer ausbeutet. Als wir damals Mark Zuckerberg interviewten, wiederholte er beinahe mantraartig einen Satz: “We want to make the world more open and connected”, er war beinahe in jeder Antwort enthalten und viel anderes hat er (egal welche Frage wir auch stellten) eigentlich nicht gesagt.

Nie war so deutlich, so offensichtlich, wie seit den Enthüllungen zu Cambridge Analytica, dass dies nur die eine Hälfte der Wahrheit war. Immer wieder haben Datenschützer, IT-Securityexperten, Internetvordenker davor gewarnt: “Ihr seid das Produkt, ihr seid nicht der Kunde, ihr werdet ausgebeutet”, doch es gab keinen echten “Fall”, kein Beispiel, keinen Whistleblower. Jetzt gibt es ihn und gerade deshalb ist es Zeit, Facebook den Rücken zu kehren.

Facebook ist langweilig

Der Newsfeed ist langweilig und das schon seit Langem. Kaum jemand (aus meinem Umfeld) postet noch Privates (das läuft alles über Whats App), kaum jemand postet schöne Fotos (das läuft über Instagram) und News gibt es auch nicht wirklich (das läuft über Twitter).

Deshalb: Bye, bye Facebook (ich bin aber noch auf Whatsapp, Instagram und Twitter ;)